Der Ausgangspunkt
Mein Studium im Gesundheitsmanagement war bewusst breit angelegt. Ernährung, Training, Rehabilitation, Schlaf, Stressregulation, Psychologie der Verhaltensänderung. Der Gedanke dahinter war simpel: Je mehr Stellschrauben man kennt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die richtige dabei ist.
Bei den meisten Menschen hat das funktioniert. Aber bei Menschen mit chronischen Schmerzen kam irgendwann der Punkt, an dem alle bekannten Stellschrauben gut justiert waren und dennoch blieb die Verbesserung aus. Das war der Moment, der mich zum Nervensystem geführt hat.
Was mich von Anfang an fasziniert hat: die Unmittelbarkeit. Ich habe an mir selbst gemerkt, durch welche Impulse ich innerhalb von Minuten beweglicher und kräftiger wurde. Und ich habe Menschen erlebt, die nach einer Einheit weniger oder gar keinen Schmerz mehr hatten.
Was mich antreibt
Ich sage es direkt: Wenn jemand nach Wochen zum ersten Mal wieder schmerzfrei die Treppe hochgeht, oder wieder mit seinen Kindern auf dem Boden sitzen kann, verschafft mir das ein gutes Gefühl. Das ist mein Antrieb.
Was ich dabei früh begriffen habe: Chronischer Schmerz betrifft immer das ganze Umfeld. Urlaube, die ausfallen. Aktivitäten, die wegfallen. Momente, die fehlen, weil der Körper bremst. Lebensqualität ist selten ein individuelles Thema. Wenn sich das ändert, ändert sich mehr als der Schmerz einer einzelnen Person.
Wie ich heute arbeite
Ich arbeite mit Menschen, die meist schon einiges hinter sich haben. Physiotherapie, Spritzen, Schmerzmittel — und trotzdem noch suchen. Was sie eint: Der Körper reagiert anders, als er sollte.
Der Einstieg beginnt immer mit einem Neuro-Scan. Was ich daraus erstelle, basiert auf dem, was dein Nervensystem tatsächlich zeigt. Individuell, datenbasiert, auf dich zugeschnitten.